Wochenend-Impressionen No 2

Sonntag, 30. September 2012

Und weil es schön war noch einmal: Ein paar Impressionen aus unserem kulinarischen Wochenende...

Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich freue mich im Moment jedes Wochenende über die Zeit zum Kochen, das ruhige Sitzen am Tisch, den Espresso und Grappa hinterher, den Marktbesuch... Kleinigkeiten, die das Wochenende erholsam machen und Alltagsfragen wie "Mist, was koche ich jetzt noch schnell", "Wieso ist der Kühlschrank leer?", "Wenn ich jetzt koche, ist aber die Küche schmutzig" vergessen lassen.

Der Wochenmarkt lag am Samstag noch leicht unter der Nebeldecke, und das passt natürlich super zum immer herbstlicher werdenden Sortiment.

Freitagabend


Das Wochenende wird eingeläutet und zwar mit Resten. Wir hatten noch einen halben Brokkoli, eine halbe Aubergine und einen halben Kürbis da und Kichererbsen stehen sowieso immer in der Speisekammer. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mixed-Forces-Platte mit Hummus. Ja, aus Vegan For Fit.

Samstägliche Wochenmarktausbeute:
 

Der beste Feldsalat, den ich je gegessen habe mit den besten Pfifferlingen, die ich je gegessen habe. Und das zu einem Preis, da kann jeder Supermarkt mit seinem Labber-Salat einpacken. Und weil wir etwas zu feiern hatten, gab es dazu ein Glas Sekt und ein paar Oliven.

Obst

 
Wir hatten wirklich Glück auf dem Markt, denn diese Mango war perfekt. Weich, aber nicht matschig, süß, aber trotzdem leicht herb, wie so eine Mango eben sein sollte. Nicht im Bild, aber zwischendurch verdrückt: "Kleine Naturäpfel" (wie sie so schön bezeichnet waren) - wir haben einen riesigen Sack für einen Euro erstanden. Die Standmenschen schienen froh zu sein, ihre Äpfel überhaupt irgendwie los zu sein und wir, wir knabbern jetzt Äpfel am laufenden Band.

Ausgiebiges Sonntagmorgen-Frühstück:


Amaranth-Pancakes mit einem Kleks Sojajoghurt und Obst. Hm!

Sonntagmittag Schlemmeressen

 
Schon lange will ich mal wieder was aus dem Buch "Genussvoll vegetarisch" von Yotam Ottolenghi kochen. Aber irgendwie ist das immer in Vergessenheit geraten, bis neulich, als ich bei Gourmandises végétariennes das Rezept für die Süßkartoffelküchlein gesehen habe. Also habe ich auch mal wieder aus dem Buch gekocht, die Küchlein schmecken fantastisch und funktionieren auch mit glutenfreiem Mehl einwandfrei. Den Dip habe ich aber direkt so gemacht wie bei Gourmandises végétariennes gesehen: nämlich mit Aubergine. Diese Kombination mit dem Koriander ist unschlagbar gewesen. 

Im Moment ist zwar aus den o.g. Alltagsfragen nicht so viel los auf meinem Blog, aber diese Wochenendimpressionen behalte ich mir vielleicht bei. Es ist ja irgendwie auch schade, um das schöne Essen, wenn es nicht mal festgehalten wird.

Vegan For Fit - auch bin infiziert

Samstag, 29. September 2012

Wie man in einigen Vegan Wednesday - Posts von mir sehen konnte, bin ich auch dem Vegan For Fit - Buch ziemlich verfallen. Rezepte, die zu einem Großteil auf Gemüse basieren sind einfach unschlagbar, und Attila Hildmanns neues Kochbuch verfolgt genau diese Philosophie. Mir war also klar, dass ich die Rezepte lieben werde - und tatsächlich, Vegan for Fit ist innerhalb kürzester Zeit zu dem Kochbuch geworden, aus dem ich mit Abstand das meiste nachgekocht habe. Dazu muss man wissen: Meine Küche beherbergt ein komplettes Regal voller Kochbücher und ich kann kaum einem Kochbuch widerstehen, dass nur ansatzweise verspricht viele vegetarische/vegane Gerichte zu liefern. Dennoch, aus den meisten Büchern koche ich so 1-2 Rezepte, wohl wissend, dass es viele weitere gute Rezepte enthalten wird. Aber irgendwie muss man ja auch jedes Buch mal bekochen und dann kommt da wieder die Sache mit dem Alltag, ich habe Montag bis Freitag weder Nerv noch Zeit jeden Tag nach Rezept zu kochen.

Warum dieser Post? Ich will an sich gar keine große Werbung für das Buch machen, im Sinne von: Hey, kauft euch das (wobei das ja aufgrund der drohenden Vergriffenheit im Moment sowieso schwierig werden würde), der Attila ist ja so cool, macht alle die Challenge. Denn ganz ehrlich: Die Challenge würde mir zwar vielleicht ganz gut tun, aber ich reagiere ziemlich allergisch darauf, wenn ich auf einmal nur noch dies und das darf und jenes wiederum nicht. Ich reagiere auch allergisch auf: Los, kauf dir irrsinnig teures Mandelmus, und wenn du das nicht tust, dann kauf dir einen irrsinnig teuren Mixer. Vielleicht ist es gar nicht so gemeint, aber ich kriege solche "Empfehlungen" gerne in den falschen Hals. Aber warum ich euch zumindest einen Auszug der nachgekochten Rezepte zeige liegt ganz einfach daran: Die Rezepte sind einfach, sie sind abwechslungsreich und unser Essen unter der Woche ist so viel bunter geworden, weil das bequeme "Nudeln mit Tomatensauce", "Nudeln mit Pesto", "Reis mit xy", "Kartoffeln mit yz" kaum noch auf dem Plan steht.

Und somit ist das Buch für mich eine echte Bereicherung, fernab der Challenge.

Ofengemüse mit Artischockendip


Zucchinispaghetti alla Carbonara


Pastinaken Risotto


Mixed-Forces-Platte mit Hummus


 

Vegan Wednesday No 8

Mittwoch, 26. September 2012

Vegan Wednesday No 8, schon ist wieder Mittwoch. Diese Woche werden die Beiträge hier bei Julia eingesammelt.

Frühstück


Ich weiß, es ist immer wieder das Gleiche: Soja-Joghurt mit selbst zusammengestelltem Müsli und Früchten. Aber hey, alles außer dem Sojajoghurt variiert immerhin: Cornflakes, glutenfreie Haferflocken, Hirseflocken, Hirsepops, etwas Qunioacrunch, Kokoschips und Mandeln. Der Obstbestandteil setzte sich aus Feige, Pflaume, einem letzten wirklich nicht mehr leckerem Pfirsich und Weintrauben zusammen. Ach ja, und Rosinen. Meine Tochter besteht auf Rosinen im Müsli, sonst isst sie es nicht. Ich habe ja immer gedacht, Rosinen werden eher aussortiert.

Mittagessen


Ein Hoch auf das Homeoffice! 1-2 Tage die Woche kann ich Homeoffice machen, je nachdem, was im Büro so ansteht. Meistens wird es zwar nur ein Tag, und auch der steht im Moment öfter auf der Kippe. Aber, heute war ein Homeofficetag und das Tolle daran ist, dass man etwas Gutes zu Mittag essen kann. Und ja, auch ich bin auf dem Zucchini-Nudel-Trip und finde das ganz großartig. Heute also: Zucchininudeln mit Carbonara. Und an diesem regnerischen Tag strahlte beim Mittagessen zur Abwechselung mal richtig schön die Sonne in die Küche, wie man an dem hellen Foto erkennen kann! Sieht ja fast nach Sommer aus!

Nachmittags


Stand noch bei uns im Kühlschrank rum: Der Alpro Soya Schokopudding. Tja. Der stammt noch von meiner veganen Schoko-Hamsterei, weil ich dringend veganen Schokoersatz brauchte. Und irgendwie ist er auch eine geschmacklich tolle Sache für Lust auf was richtig Süßes. Aber ich bin ziemlich unzufrieden damit, dass dieser Pudding unseren Kühlschrank belagern durfte. Generell setze ich mich gerade viel damit auseinander, was wir konsumieren, in welchen Mengen, woher es stammt, ob es nicht eine bessere Alternative gibt. Aber bitte wie komme ich an veganen Schokopudding mit Fair-Trade Schokolade? Selbermachen, klar. Aber WENN ich so einen Schokopudding will, dann stelle ich mich nicht noch in die Küche, dann "brauche" ich den sofort. Vermutlich ist hier der Knackpunkt. Sich einzureden, man bräuchte einen Schokopudding, was natürlich völliger Blödsinn ist. Aber die Verzicht-Liste wird natürlich immer länger, umso konsequenter die Einstellung wird. Und manchmal, so wie heute, ist es dann natürlich schon auch ein bisschen traurig, wenn man Lust auf einen Schokopudding hat und ihn mit schlechtem Gewissen löffelt.

Dazu: Obstteller für die ganze Familie, der so langsam wirklich nicht mehr sommerlich aussieht, leider.

Abendessen


Eine Scheibe Buchweizenbrot mit Senf, Salatblatt, Petersilientofu und Tomate. Dazu Gurke und Radieschen.

Fußball


Noch nicht gegessen, aber gleich - denn das Serienfinale von Desperate Housewives musste ich mir leider aufnehmen, heute ist nämlich Fußball in unserem Wohnzimmer angesagt. Ich beuge mich, der Mann muss oft genug meinen Quatsch ertragen. Aber wenn schon Fußball, dann immerhin mit Bier und Salzbrezeln - ist klar.

Bis zum nächsten Vegan Wednesday! 

Wochenend-Impressionen

Sonntag, 23. September 2012

Das war vielleicht ein Schlemmer-Wochenende! Und bevor auch bei uns das schnöde UnterderWoche-Essen wieder losgeht, lege ich mal einen spontanen "Vegan Weekend"-Post ein und teile mit euch die Schlemmerbilder. Zu größeren Posts mit Rezepte-Tippen und so komme ich nämlich zur Zeit leider nicht, aber für ein paar Bilder zwischendurch reicht es dann doch noch!

Marktausbeute


Der Wochenmarkt war mal wieder wundervoll und so futterten wir Samstag Mittag freudig erregt Rucola-Gelbe Bete-Salat mit gerösteten Sonnenblumenkernen. Dazu eine fruchtige Ochsenherztomate mit Basilikum-Tofu. Wer vermisst Mozzarella? Ich nicht.

Samstag Abend


Suhsi, Sushi, Sushi. Ich fand Sushi ja bisher immer ziemlich eklig, wirklich. Ein paar Mal haben wir Sushi geholt und allein schon der Gedanke daran, dass dort roher Fisch verarbeitet wird, hat mir gereicht um jedes Mal einen halben Tag Übelkeit nach dem Sushigenuss ertragen zu müssen. Erst vor kurzem habe ich mit einer Freundin mein Sushi-Problem überwunden, in dem wir selbst ganz tolles Sushi zubereitet haben. Denn klar war mir eigentlich schon immer, dass mir das nur schmecken kann, wenn ich denn will. Hier also meine ganz persönliche Sushi-Therapieauswahl mit Gurke und Tofu, Sesam und Avocado sowie Rucola und Roter Bete. Gerade letzteres schmeckt ganz vorzüglich.

Süß muss sein

 
Ich ohne Schokolade? Unvorstellbar. Blöderweise schmeckt mir auch Zartbitterschokolade nur zum Espresso wirklich gut und ja, mein größter Liebling ist zuckersüße weiße Schokolade. Bei dem Umstieg auf die vegane Schokolade war ich erstmal so fixiert darauf, irgendeine weiße Schokolade zu finden, die mir schmeckt, dass ich ohne Nachzudenken bei der Schokolade von Sweet William gelandet bin. Und bei dem ganzen Vegansein habe ich im Punkt Schokolade vollkommen außer Acht gelassen, was mir sonst immer wichtig war: Faire Schokolade zu kaufen. Im Reformhaus habe ich am Samstag diese tolle weiße Schokolade entdeckt, die ich in Zukunft öfter kaufen werde. FAIR gehandelt. Noch dazu schmeckt sie tatsächlich sogar noch sehr viel besser als die von Sweet William. An dieser Stelle danke an Carola für Ihren Schokoladen-Post, der mich aus meiner Fixierung auf "Hauptsache vegan" hat aufwachen lassen. Schließlich war mir das früher auch schon wichtig.




Gemischter Salat mit Kürbis und Tofritto

Donnerstag, 20. September 2012

Mampf mampf - ich liebe Kürbis. Das wollte ich nur mal mitteilen und feststellen, dass ich momentan am liebsten zu allem Kürbis essen würde.


So wie hier - Gutes kann so einfach sein. Kürbiswürfel einfach anbraten und ein bisschen karamellisieren. Lecker. Im Übrigen habe ich ja schon einmal mitgeteilt, dass ich auch ein großer Fan von gelber Bete geworden bin. Dieses Mal habe ich sie einfach unter den gemischten Salat gerieben: sehr zu empfehlen.

Außerdem habe ich den Tofritto von Taifun ausprobiert. Vor allem als Beigabe zum Salat ist er total lecker. Wir hatten die Sorte Cashew/Olive, und die wird sicherlich auch demnächst mal wieder im Einkaufskörbchen, bzw. im Arm landen. Meine neue Strategie im Bioladen ist nämlich: Nimm keinen Einkaufswagen, Laura, nein, nimm auch kein Körbchen, nimm bloß so viel du tragen kannst! Und da ich nicht so gut darin bin, sehr viele Sachen auf meinen Armen zu balancieren, sind die Einkäufe deutlich billiger geworden.

Vegan Wednesday No 7

Mittwoch, 19. September 2012





Ha, trotz wirklich langem Arbeitstag habe ich daran gedacht, heute mein Essen zu fotografieren! Damit hätte ich selbst nicht gerechnet. Diese Woche sammelt Cara die Beiträge hier ein. Und das tolle Essen der anderen Vegan Wednesday - Teilnehmer könnt ihr dann hier bestaunen.

Frühstück


Genau, kennt ihr schon: Sojajoghurt mit Cornflakes, Quinoa und Amaranth plus Früchte, Kokoschips und Mandeln.

Mittagessen


Ich habe ja lange nach einer perfekten Dose für meine Mittagsverpflegung im Büro gesucht. Dank dem Hinweis einer lieben Bekannten habe ich nun die perfekte Hülle für mein Brot gefunden: Eine Bentobox - ganz toll! Heute gab es darin Rohkost und ein belegtes Brot. Der Brotbelag ist leider mal so überhaupt nicht zu erkennen, aber ich verrate es euch trotzdem: Veganslices und Kräuter-Streich.

Zwischendurch


Wah, schlechtes, schlechtes Handyfoto - aber was solls. Ich habe mal was schlaues gemacht und mir Nervennahrung mit ins Büro genommen. Mandeln, Bananenchips und Rosinen. Da kann ich mir im Notfall eine Hand voll rausnehmen, gar nicht so doof. Das erspart mir nämlich in der Regel den Heißhunger am Abend. Kleine Frage am Rande: Weiß irgendwer, wie man so stark verdrehte Telefonkabel nachhaltig entwirrt?

Abendessen


Eins meiner Lieblingsessen: Nudeln mit grünen Bohnen, Kartoffeln und selbstgemachtem Pesto.

Nachtisch


Schokoladenreste und ein Alpro Fruity & Creamy, der abgelaufen war und deswegen unbedingt noch schnell den Weg in meinen Magen finden musste.

So viel von mir - ich bin schon gespannt auf die anderen Beiträge!

Herbstliches Ofengemüse

Dienstag, 18. September 2012

So kann Resteverwertung auch aussehen und ein leckeres herbstliches Ofengemüse ergeben.


In den letzten Tagen hatte sich bei uns einiges an Resten angesammelt. Übrig waren 2 Karotten, 2 Pastinaken, 1 Rote Bete, 1/2 Kürbis, 2 Süßkartoffeln, 1 Zucchini und etwas Staudensellerie.

Alles kleinschneiden (je nach Garzeit der Gemüsesorten größer oder kleiner), mit 4 EL Olivenöl und Salz vermischen, 2 Zweige Rosmarin zwischen das Gemüse legen und bei 180 Grad in den Ofen geben. Dort darf das Gemüse dann gute 30 Minuten backen.

Sehr lecker dazu ist ein Dip aus Basilikum: Dafür die Blätter von einen kleinen Topf Basilikum abpflücken, mit Salz, Pfeffer, etwa 50 ml Olivenöl und einem Spritzer Zitronensaft pürieren. Fertig!

Hausmannskost: Frikadellen mit Senfmöhren und Kartöffelchen.

Montag, 17. September 2012

Jawohl. Manchmal muss es deftig sein. Frikadellen sind für mich sowas wie Fast Food: Alle drei bis sechs Monate brauche ich mal so ein Essen, das ich irgendwie lustig finde. Und Frikadellen sind irgendwie lustig, weil ich sowas eigentlich nie gegessen habe. Hackfleisch fand ich schon als Kind äußerst eklig und habe Frikadellen und Co gemieden. Gegen vegane Frikadellen habe ich aber nichts, und so muss ich immer ein bisschen lachen, wenn ich Frikadellen bratend am Herd stehe. Meistens habe ich bisher für die Frikadellen irgendwelche Rezepte (mit Grünkern vor der Glutenfreiheit, Linsen und co) aus Kochbüchern verwendet. Diese Sojafrikadellen sind allerdings komplett Freestyle und sogar die besten bis jetzt.


Und so bekommt ihr die lustige vegane Hausmannskost auf den Tisch:

Für die Frikadellen:
250 g Sojagranulat
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 TL No Egg oder Sojamehl (mit etwas Wasser angerührt)
1 kleines Bund Petersilie
ca 40 g (glutenfreie) Semmelbrösel
3 TL Senf
Salz, Pfeffer

Das Sojagranulat mit kochendem Wasser übergießen - etwa 10 Minuten quellen lassen, dann gut (wirklich gut) ausdrücken.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die Petersilie waschen, abzupfen und ebenfalls fein hacken. Alle Zutaten schön mit den Händen vermatschen (wenn kein Hackfleisch drin ist, macht das sogar mir richtig Spaß) und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Sonnenblumenöl von jeder Seite circa 5 Minuten braten.


Für die Senfmöhrchen:
600 g Möhren (am besten junge)
1 EL vegane Margarine (Alsan)
1 TL Zucker
125 ml Gemüsebrühe 
1 EL körniger Senf 
Salz, Pfeffer 
1 EL Zitronensaft

Die Möhren schälen und je nach Größe langs vierteln. Eventuell noch einmal quer halbieren. Das Fett im Topf flüssig werden lassen, den Zucker unterrühren und auflösen lassen. Dann die Möhrchen hinzugeben und kurz anbraten, bis sie vom Fett überzogen sind. Gemüsebrühe angießen und zugedeckt etwa 8-10 Minuten köcheln lassen. Wenn die Möhren gar aber noch bissfest sind, mit Salz, Pfeffer, dem körnigen Senf und Zitronensaft abschmecken.

Quelle: Vegetarian Basics von GU

Die Kartoffeln habe ich nach dem Garen einfach gepellt, in grobe Würfel geschnitten und mit etwas Olivenöl kurz in der Pfanne geschwenkt. Salz, Pfeffer und ein klitzekleines bisschen Kreuzkümmel dran: Lecker.

Nachgekocht: Cracker bzw. tollster Körnerfraß

Sonntag, 16. September 2012


Es ist schon eine Weile her, dass ich bei Katharina kocht ein Rezept für Cracker gefunden habe und es sofort auf die Nachkochliste setzte. An mehreren vergangenen Donnerstagen sagte ich "Am Wochenende mache ich übrigens mal diese Cracker" und wie das so ist, auf einmal war schon Sonntag und ich habe alles mögliche gekocht oder gebacken, aber keine Cracker produziert.

Wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, ist auf meinem Blog in der letzten Zeit nicht mehr ganz so viel los. Das liegt neben viel Arbeit vor allem daran, dass unser Essen in den vergangenen Wochen etwas weniger glamourös ausgefallen ist. Die vegane Anfangszeit mit all dem Ausprobieren von verrückten Ersatzprodukten war ganz schön teuer und wir haben unser Ess- und Kaufverhalten generell etwas überdacht. So spazieren wir zur Zeit nur noch selten ausgiebig durch die Biomärkte und werfen in den Wagen, was auch alles "bestimmt irgendwie lecker" aussieht. Stattdessen gehen wir auf den Wochenmarkt, regelmäßig, kaufen günstiges Gemüse bei regionalen Erzeugern und essen öfter mal das Gleiche. Alles nicht unbedingt blogtauglich, aber gut.

Ein weiterer Vorteil der ganzen Sache: Ich komme zu anderen Dingen, zum Beispiel dazu, endlich mal Katharinas Cracker nachzubasteln. Denn Reis, Quinoa, Leinsaat und Sesam hat wohl jeder zu Hause. Und wenn man nicht schon den halben Tag fürs Mittagessen und Kuchenbacken in der Küche stand, ist Zeit für die abendliche Crackerproduktion. Das Rezept zum Nachmachen findet ihr hier.

Die Cracker erinnern etwas an die Dinkel-Cracker von Alnatura, die ich vor der Glutenfreiheit geliebt habe! Auf jeden Fall werde ich mich jetzt öfter für ein Blech frische Cracker in die Küche stellen und bin sehr froh über diese tolle und gesunde Knabberalternative!

Hirse-Gemüse-Pfanne

Samstag, 15. September 2012

Dass ich Hirse liebe, habe ich ja bereits erwähnt. Dabei hat Hirse jahrelang keine Rolle in meiner Ernährung gespielt. Erst als ich angefangen habe, mir um die Beikost meiner Tochter Gedanken zu machen, ist mir Hirse als sehr leckerer und toller Eisenlieferant begegnet. Diese Hirse-Gemüse-Pfanne lässt sich mit beliebigem Gemüse abwandeln - bei uns sieht sie daher je nach Saison ein bisschen anders aus.


Rezept für vier:

200 g Hirse
1 EL Currypulver
500 ml Gemüsebrühe
250 g Brokkoliröschen
250 g grüne Bohnen
1 Zucchini
1 gelbe Paprika
1 Zwiebel
2 EL Erdnussöl
ein paar Erdnüsse (ungesalzen)
Sojajoghurt

Die Gemüsebrühe mit einem EL Currypulver aufkochen, Hirse hineingeben und nach Packungsanweisung garen.

Brokkoliröschen vom Strunk lösen. Bohnen putzen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Beides in Salzwasser bissfest garen. 

Die Zwiebel hacken, Zucchini und Paprika in Würfel schneiden.

In einer Pfanne zunächst die Erdnüsse ohne Fett anrösten. Herausnehmen und bei Seite stellen.

Nun 2 EL Erdnussöl in der Pfanne erhitzen, die Zwiebel darin glasig werden lassen. Zucchini und Paprika hinzugeben und bissfest braten. Bohnen und Brokkoli unterheben. Das Gemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Curryhirse unter das Gemüse mischen und mit den gerösteten Erdnüssen bestreuen. Dazu schmeckt Sojajoghurt.




Vegan Wednesday No 6

Mittwoch, 12. September 2012


Und schneller als ich gucken kann, steht der sechste Vegan Wednesday wieder vor der Tür. Diese Woche sammelt Carola die Beiträge hier ein. Und fast wäre dieser Mittwoch vollkommen an mir vorbeigezogen, ohne dass ich irgendwas fotografiert hätte. Zum Glück war es der aufmerksame Mann, der mir kurz vor dem ersten Bissen in mein Brötchen sagte: "Fotografierst du nicht sonst am Mittwoch immer alles was du isst?"

Also wurde das Brötchen schnell nochmal zurück auf den Teller gelegt und die Knipse rausgeholt...

Frühstück


Tja, ich bin zurück im Arbeitsalltag und es musste schnell gehen: Brötchen mit Rote Bete - Meerrettich-Streich und Kräuter-Streich. Dazu ein bisschen Gurke, Tomate und Salat. Und ohne Einen ging heute Vormittag gar nichts: Kaffee!

Mittagessen

 
Sieht ekliger aus, als es ist. Und das hier ist auch nicht die Portion, die ich gegessen habe. Denn als ich aus dem Büro nach Hause kam, wollte meine Tochter unbedingt eine "Bouillon" wie bei Janosch. Die schnell zusammengerührte Alternative war eine Hirsesuppe, die es allerdings nicht rechtzeitig aufs Bild geschafft hat. Der fotografierte Rest ist ziemlich eingedickt. Lecker war es trotzdem - ich stehe auf Hirse.

Nachmittag


Doch noch einmal Wassermelone und Aprikosen. Und ja, wenn ich Nachmittags zu Hause bin gibt es IMMER einen Obstteller...

Nervennahrung


Das dumme an Homeoffice: Nervennahrung ist immer verfügbar. So rutschte noch ein Mr. Tom die Speiseröhre hinunter.

Abendessen


Ja, auch ich habe es getan. Ich habe mir das Buch "Vegan for Fit" gekauft. Ich muss ehrlich sagen, ich habe es mit einem gewissen Vorbehalt getan. Zu wenig bin ich Freund von Kochbüchern, die neben Rezepten tausende Seiten voll Selbstdarstellerei des Autors enthalten. ABER: Schon "Vegan for Fun" fand ich trotz Schmunzeln auf den Lippen sehr gut. Und Vegan for Fit ist tatsächlich eines der besten Kochbücher, das ich besitze (und ich besitze viele). Ich habe noch nie aus einem Buch in kürzester Zeit so viel nachgekocht. Heute gab es Pastinaken-Risotto mit Zuckerschoten und getrockneten Tomaten. Wahnsinnig lecker. Das beste an den Rezepten: Sogar die Basis besteht in der Regel aus Gemüse statt Nudeln, Reis und Co. Genau mein Geschmack!

Nachgekocht: Cannelloni mit Tofu und Spinat

Sonntag, 9. September 2012

Schon lange, sehr lange will ich dieses Rezept nachkochen, das ich bei Carola von Twoodledrum gesehen habe. Carola wiederum hat es vom Suppentopf. Dass die Füllung aus Spinat, Tofu und Sonnenblumenkernen nur lecker werden kann, dachte ich mir schon. Dass aber alles zusammen mit der Tomatensauce so fruchtig und herrlich wird, hätte ich dann auch wiederum nicht gedacht. Das wird wohl eines unserer neuen Lieblingsessen werden.


Mein einziges Bedenken waren die glutenfreien Cannelloni. Überhaupt welche zu finden, ist nicht gerade einfach. Als ich endlich fündig wurde, hat mich dann doch der Preis eine ganze Weile abgeschreckt. 3,99 Euro für 250 g Cannelloni? Das ist schon bemerkenswert. Aber es hat sich gelohnt, die Cannelloni sind sogar schön gar geworden (wenn man sie zwischendurch immer mal wieder mit etwas Tomatensauce feucht hält), was bei glutenfreien Nudeln im Backofen (Lasagneplatten und so) ohne Vorkochen oft mal nicht so funktioniert. 

Und so aßen wir neulich, als mal wieder so richtig schönes Pulli-Wetter war, dieses wärmende Gericht, das aber durch die intensive Tomatensauce doch auch irgendwie an Sommer erinnert. 


Gelbe Bete-Rohkost und Rucola-Pesto....

Samstag, 8. September 2012

...oder auch liebster, liebster Wochenmarkt!

Ich liebe ja Wochenmärkte. Während meinem Studium habe ich mal ein dreimonatiges Praktikum in der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale in Frankfurt gemacht. Jeden Donnerstag war praktisch nebenan ein riesengroßer Erzeugermarkt - das war das Paradies. Hier gibt es zwar "nur" einen ganz normalen Wochenmarkt, aber das Angebot ist beeindruckend und es sind sehr viele Erzeugerstände dabei.

Heute habe ich einen so tollen Stand neu entdeckt, dass ich mich erstmal gar nicht satt sehen konnte. Es gab so tollen Kohlrabi (mit lila Schale :) ), leuchtende Radieschen, knallrote Tomaten, grasgrüne Bohnen, wunderschöne Pastinaken, Kürbisse, Salatköpfe wie aus dem Bilderbuch. Ich hätte am liebsten alles gekauft. Neben Radieschen, Pastinaken, zwei riesigen Bund Rucola und lila Kohlrabi habe ich etwas neues entdeckt und sofort mitgenommen: Gelbe Bete, die ausdrücklich als "Rohkost-Bete" ausgezeichnet war.

Das Ergebnis heute Mittag war ein Traum...

Gelbe Bete - Rohkost mit gerösteten Sonnenblumenkernen


Das Rezept ist gar kein richtiges Rezept - ich habe es einfach nach Gefühl gemacht:
Drei kleine gelbe Beten wurden geraspelt und mit etwas Balsamico Bianco, Salz, Pfeffer, Zucker und Rapsöl vermischt. Etwa 30 Minuten durchziehen lassen und mit gerösteten Sonnenblumenkernen servieren.

Dass gelbe Bete SO lecker ist, hätte ich nicht gedacht! Der Geschmack liegt irgendwo zwischen süßlicher Karotte und roter Bete. Auf jeden Fall total gut!

Aus dem vielen Rucola haben wir direkt ein Pesto auf Vorrat gemacht. Nichts geht über selbstgemachtes Pesto und Rucola-Pesto schmeckt wirklich nur mit frischestem und tollstem Rucola - sonst ist es einfach nur pappig und bitter.


Der gewaschene Rucola wird mit zwei Hand voll gerösteten Sonnenblumenkernen, Salz, Pfeffer, einer Knoblauchzehe und reichlich Olivenöl püriert. Je nach Konsistenz noch etwas Olivenöl nachgießen und einen guten Spritzer Zitronensaft unterrühren.

In ein ausgekochtes Schraubglas füllen, mit Olivenöl bedecken und ab in den Kühlschrank. Auf die Nudeln dazu freue ich mich schon jetzt!

Rucola-Pesto



Vegan Wednesday No 5

Donnerstag, 6. September 2012

Da ist er, der fünfte Vegan Wednesday! Diesmal sammelt Julia von Mixxed Greens hier die Beiträge ein.


Was fällt auf, wenn man auf meinen Blog schaut? Richtig, der letzte Post ist Vegan Wednesday No 4. Ich komme gerade überhaupt nicht zum Bloggen, viel zu viel zu tun. Da ist der Vegan Wednesday doch eine gute Sache, damit hier überhaupt mal was passiert. Und jetzt los mit dem Mittwochs-Essen:

Frühstück


Ein weiterer Vorteil der veganen Ernährung: Mein Frühstück wird abwechslungsreicher. Ich habe früher meist Brot/Toast gegessen, weil mir Milchprodukte (vor allem morgens) gar nicht gut bekommen sind. Und  irgendwie dachte ich immer, Sojajoghurt schmeckt mir nicht so richtig. Im veganen Alltag blieb mir allerdings gar nichts anderes übrig, als ihn mal wieder auszuprobieren und siehe da: Ich bin verliebt! Daher gibt es jetzt jeden zweiten Morgen Sojajoghurt (natur) zum Frühstück. Angereichert mit viel frischem Obst, Cornflakes, Quinoapop, Kokoschips und Mandeln. Dazu mein neuer Lieblings-Kräutertee. Und weil ich jetzt so ein Müslifan bin, haben wir uns direkt eine ganze Müslibar gebaut....



Vormittag


Wenn ich nicht arbeite, dann reicht mir das Müsli-Frühstück locker den ganzen Vormittag über. Da ich aber gerade die meiste Zeit des Tages über jeder Menge Excel-Tabellen verbringe und für ein Forschungsprojekt unglaublich viele Daten auswerte, ist Nervennahrung unabdingbar. Immerhin ganz passabel: Trockenfrüchte, Mandeln und Milchkaffee (die Vögelchen-Tasse ist nur für dich, Cara).

Mittagessen


Zu Mittag musste es relativ schnell gehen, denn Excel-Tabellen genehmigen nur kurze Pausen. Es gab ein Japanisches Bratfilet auf Tofu-Basis. Dazu eine Reispfanne mit Ingwer, gelber und grüner Zucchini sowie Spitzkohl. Das Rezept folgt sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe.

Nachtisch muss sein: Vegane Lieblingsschokolade!

Nachmittags
 

Nachmittags gab es wie immer den obligatorischen Familien-Obstteller und so lange dieser noch so schön sommerlich ist, bin ich überglücklich. Allerdings werden das wohl die letzten Nektarinen und Aprikosen gewesen sein und auch die Wassermelone war schon mal besser.


Abendessen



Zu Abend gab es ganz unspektakulär: Brot mit Veganslices und Kräuterpastete. Dazu Salat, Gurke und Tomaten. Weiterer wesentlicher Bestandteil des Abendessens: Anti-Stress-Tee. Hätte ja helfen können...hat immerhin gut geschmeckt (wenn man Lavendel mag). :-)


Ich bin schon gespannt auf die ganzen anderen Posts...! Die Resonanz ist ja unglaublich!


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