Vegan Wednesday No 67 oder: Vegan in Bordeaux

Freitag, 29. November 2013

Bonjour, bonjour, ich melde mich heute mal nicht vom Schreibtisch daheim. Nein, wir sind für ein paar Tage nach Bordeaux geflogen und genießen einen kleine Auszeit vom Alltag. Und nebenbei schlagen wir uns vegan in Frankreich durch, was gar nicht so einfach ist, wenn man nicht den ganzen Tag Baguette und Pommes essen möchte. Mittlerweile haben wir aber den Dreh raus und wissen, wo wir vegane Sachen herbekommen. Nur Essen im Restaurant, das ist wirklich kaum möglich.

Hier kommen also ein paar Impressionen von den veganen Dingen, die wir hier in und um Bordeaux so gefunden haben:


Nachdem wir uns nach unserer Ankunft erstmal mit Pommes und trockenem Baguette durchgeschlagen haben, haben wir in der Nähe unserer Wohnung zum Glück einen recht großen Bioladen gefunden. Ich dachte, ich befinde mich bestimmt im französischen Veganparadies - aber weit gefehlt, die Auswahl war recht übersichtlich und viele Produkte sind aus Deutschland importiert. Für das Abendessen haben wir trotzdem schöne Sachen bekommen: Tabouleh, Hummus, verschiedene Aufstriche und natürlich Baguette! Nur ein Produkt hat mich wirklich begeistert, es gibt hier ganz ganz tollen "Frischkäse" auf Tofubasis:


Wer in Frankreich ist, sollte sich diesen Käseersatz (gibt es auch in anderen Geschmacksrichtungen) nicht entgehen lassen!

Ein Ausflug an die Atlantikküste brachte wieder die veganen Notspeisen mit sich: Baguette und Pommes. Auch vegane Kekse habe ich hier bisher nicht finden können, außer die altbekannten Oreos.


In den Eisdielen gibt es aber eine riesige Auswahl an Sorbets, ich hatte ein leckeres Mangosorbet.


Da wir es in der Zwischenzeit aufgegeben hatten, etwas bezahlbares und veganes zu finden (Pizza für 15 Euro muss nicht sein, jeden Tag Pommes auch nicht), haben wir zwischendurch auch einmal selbst gekocht: Nudeln mit Gemüse!


In einem größeren Supermarkt haben wir dann noch diese Produkte gefunden:


Ziemlich eklige Bratlinge - der Mann fand sie lecker. Ich fand sie aufgrund des sehr künstliches Geschmacks ziemlich gruselig.


Na, wer sagts denn! Sojajoghurt gibts auch hier - schmeckt.


Und zu guter letzt noch eine Abendessenimpression: Aufstriche, Oliven, Rondo (Hallo Deutschland) und dazu Tabouleh und Baguette. An dieser Stelle sei gesagt: Ich freue mich auf Vollkornbrot!

Nächste Woche bekommt ihr mit Sicherheit einen komplett weißmehl- und pommesfreien Vegan Wednesday zu sehen! Und wenn jetzt noch jemand eine prima vegan/vegetarische Adresse in Bordeaux weiß - immer her damit!

Vegan Wednesday No 66

Freitag, 22. November 2013


Der Vegan Wednesday verkündet neue Regeln, die ihr hier (klick) nachlesen könnt. Die Regellockerung kommt mir und meinen Vegan Wednesday-Beiträgen sehr gelegen, denn nur selten schaffe ich es, einen Mittwoch (oder auch jeden anderen Tag) vollständig fotografisch festzuhalten. Das hat viele Gründe: Morgens bin ich häufig noch zu verschlafen, auf den Tisch geraten auf mysteriöse Weise Teller, Kaffee, Toast und Belag. Das sieht dann in etwa so aus:

Und bei wem sieht das nicht oft auch so aus? Wenn ich Zeit für etwas anderes hätte, würde ich das natürlich auch fotografieren. Aber unser Start in den Tag fängt wirklich nur am Wochenende einigermaßen entspannt an. Bis ich also an ein Foto denke, haben wir schon eine Menge Koordination hinter uns und ich sitze im Büro. Sagt einer dreijährigen Mal, dass ihr JETZT loswollt. Der Erfolgsfaktor ist niedrig. Auch unser Frühstück, bzw. mein Mittagspausenbrot mache ich schnell zwischendurch. Die Kamera bleibt auch dann noch liegen, wenn ich sie in weiser Vorraussicht in der Küche platziert hatte. Und ja, im Büro ist es mir irgendwie unangenehm mit meiner Kamera zu fotografieren. Und nochmal ja, ganz oft würde ich es auch hier vergessen, weil ich sehr selten eine richtige Mittagspause mache, sondern zwischendurch in mein Brot beiße. Gut ist anders, ich weiß. Nur wird die morgendliche "Wir müssen los"-Phase wohl noch ein paar Jahre relativ hektisch bleiben. Und im Büro werde ich auch in Zukunft nicht fotografieren, selbst dann, wenn ich mir endlich mal richtige Mittagspausen angewöhnen sollte.

Also gibt es bei uns unter der Woche, im Alltag, eigentlich nur eine ruhige Mahlzeit: das Abendessen. Hier denke ich auch eigentlich immer an ein Foto. Aber viele unserer warmen Mahlzeiten wiederholen sich auch. Ich bin vollzeit berufstätig, ich finde es eigentlich schon wirklich beachtlich, dass wir überhaupt jeden Tag eine warme Mahlzeit aus frischem Gemüse auf den Tisch bekommen. Lange Rede, kurzer Sinn, ich begrüße die neuen Regeln des VW außerordentlich. Denn nicht jeder Tag ist gleich und mein Mittwoch ist in der Regel der stressigste Tag in der Woche: Sprechstunde, Besprechungen, Sitzungen. Der Tag ist lang und untypisch. Also bekommt ihr von mir in der nächsten Zeit sehr gerne, und damit sicherlich auch wieder regelmäßiger, meine Unter-der-Woche-Mahlzeiten zu sehen.

Diese Woche übrigens war eine kulinarisch sehr schöne: Ich habe ein neues Kochbuch! Herbst-Winter-Gemüse von Cornelia Schinharl (klick), das ich auch jedem Veganer sehr empfehlen kann. Natürlich sind auch Rezepte mit tierischen Produkten enthalten - aber der Fokus liegt auf dem Gemüse und vieles lässt sich einfach ersetzen.

Bei uns gab es daher diese Woche wirklich sehr schöne Abendessen:


Am Dienstag gab es Steckrüben-Wedges mit Spinatjoghurt und Feldsalat. Die Steckrüben schmecken im Ofen geröstet sehr fein, es ist tatsächlich meine bisherige Lieblingsvariante. Der Spinatjoghurt ist durch unseren super frischen Wurzelspinat aus der Biokiste ein Genuss gewesen, abgerundet war er mit Frühlingszwiebeln und gerösteten Walnüssen.


Am Mittwoch, dem tatsächlichen Vegan Wednesday, gab es dann aufgrund des neuen Kochbuchs auch noch einmal etwas wirklich schönes: Steckrüben-Curry mit Lauch, Grünkohl und Kichererbsen. Das war vielleicht lecker, wir hätten darin baden können, ehrlich wahr!


Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne

Montag, 11. November 2013

Der Wochenmarkt ist mal wieder gefüllt mit Rosenkohl und nachdem ich die Rosenkohl-Saison letztes Jahr irgendwie verpasst habe, fange ich in diesem Jahr mal deutlich früher an. Rosenkohl wird nämlich meiner Meinung nach ziemlich unterschätzt. So kannte auch ich dieses Gemüse eigentlich nur als bittere und überflüssige Beigabe, bis ich mich endlich mal auf die Ideensuche nach guten Rosenkohlrezepten begeben habe. Genau so geht es mir übrigens mit Blumenkohl - auch ein absolut unterschätztes Gemüse!


Kartoffeln haben wir immer im Haus, so dass sich rund um die Kartoffel ganz leicht einfache, aber leckere Gerichte zaubern lassen.

Für zwei Hungrige braucht ihr:
500 g Pell-Kartoffeln (am besten schon am Vortag gegart)
2 rote Zwiebeln
700 g Rosenkohl
200 g Sojajoghurt
Salz, Pfeffer, Rapsöl
jeweils 1/2 TL Kreukümmelsamen, Schwarzkümmelsamen, Fenchelsamen und gelbe Senfsamen
frische Petersilie oder Koriander

Die gegarten Kartoffeln pellen und in Stücke schneiden. Den Rosenkohl je nach Größe halbieren oder vierteln. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und den Rosenkohl bis zur gewünschten Bissfestigkeit braten. Wer den Rosenkohl lieber sehr durch haben möchte, gibt nach dem Anbraten etwas Wasser in die Pfanne, legt den Deckel auf und lässt den Kohl so weichgaren. Den gegarten Kohl anschließend wieder aus der Pfanne nehmen.

Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die Zwiebelspalten ca fünf Minuten anbraten. Anschließend die Kreuzkümmel-, Schwarzkümmel-, Fenchel- und Senfsamen zugeben und gut eine Minute mitbraten. Die Kartoffelstücke zugeben und mitrösten. Zum Schluss den Rosenkohl wieder in die Pfanne geben, noch einmal warm werden lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passt sehr gut ein Johgurtdip, den ihr mit frischer Petersilie oder Koriander aufpeppen könnt. Den Dip mit Salz und Pfeffer abschmecken, oder nach Belieben etwas Cayennepfeffer unterrühren.


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