Orangensirup mit Vanille - zu Gast bei Twoodledrum

Dienstag, 23. Dezember 2014

Heute bin ich zu Gast bei Carolas Blog Twoodledrum . Schon zum dritten Mal veranstaltet sie hier einen Adventskalender - mit vielen tollen Türchen. Schaut doch mal nach! Dort finden ihr dann auch mein Rezept für einen leckeren Orangen-Vanille-Sirup. Liebe Carola, ich freue mich sehr, dass ich wieder Teil deines tollen Kalenders sein durfte.

 
Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage - genießt eine ruhige Zeit. Ich freue mich sehr auf ganz viel Kinderpunsch, Weihnachtslieder und auf das "Raus aus dem Alltag". Habt es gut!

Asiatische Nudelpfanne mit Tofu - zu Gast im Gemüseregal

Dienstag, 16. Dezember 2014

Tofu, Gemüse und Asia-Nudeln findet ihr auch gut? Dann schaut mal bei Franzi im Gemüseregal vorbei. Dort war ich nämlich letzte Woche zu Gast und zwar mit einem meiner absoluten Lieblingsessen für den Fall: Restgemüse-Alarm.


Das Rezept findet ihr hier bei Franzi. Viel Spaß beim Stöbern im Gemüseregal!

Pasta mit Brokkoli und karamellisierter Zitrone

Montag, 1. Dezember 2014

Ein neues Kochbuch wohnt im Regal! Nachdem eine Freundin mir das gute Stück wärmstens empfohlen hat (hallo Diana) und mir schon beim ersten Durchblättern mehrfach das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, durfte "Deftig Vegetarisch" von Anne-Katrin Weber bei mir einziehen. Wir verstehen uns sehr gut und nachdem ich eine Lieferung spanischer Orangen und Zitronen aus Mallorca erhielt, war klar: sofort nachgekocht wird die Pasta mit karamellisierter Zitrone! Was sonst!


Ihr braucht für vier:
500 g Brokkoli
3 rote Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
500 g Pasta
2 Bio-Zitronen
4 EL Rohrohrzucker
80 g Mandelkerne
Salz, Pfeffer, Chiliflocken
Olivenöl
Parmesan nach Belieben

So gehts:                               
Wasser zum Kochen bringen und salzen. Brokkoli in Röschen teilen und im kochenden Salzwasser in etwa 2-3 Minuten bissfest garen. Brokkoli abgießen (das Wasser auffangen), kalt abschrecken und abtropfen lassen. Das Brokkoliwasser erneut zum Kochen bringen und die Pasta bissfest kochen.

Zwiebeln in Spalten schneiden. Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden. Zitronen heiß abspülen,  in feine Scheiben schneiden und mit dem Zucker mischen. Mandeln grob hacken.

4 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin 2 Minuten anbraten. Knoblauch und Mandeln zufügen und kurz mit anbraten. Zitronenscheiben mitsamt Zucker zugeben und unter Rühren 2 - 3 Minuten karamellisieren.

Brokkoliröschen und Pasta dazugeben und alles zusammen 4 Minuten erhitzen. Mit Meersalz, Pfeffer und Chiliflocken würzen.

Pasta auf Tellern anrichten, mit etwas nativem Olivenöl beträufeln und nach Belieben mit Parmesan oder Bergkäse bestreuen.

Quelle: Deftig Vegetarisch - Anne-Katrin Weber

Hipster-Essen: Grünkohl mit Udonnudeln

Donnerstag, 6. November 2014

Ich gestehe, ich verstehe diesen Grünkohl- oder soll ich besser sagen Kale-Hype nicht so recht. Ich mag Grünkohl. Wirklich. Aber ich könnte eher wegen Spargel durchdrehen. Mein Instagram-Account ist aber überschwemmt von Grünkohl-Jubel und Kaleyeah-Schreien. Nun gut. Wer Grünkohl aber tatsächlich nur in Kombination mit einem dubiosen Würstchen oder Kasseler kennt, dem sei gesagt: die neuen Grünkohl-Variationen lohnen sich wirklich. Bei uns gab es heute eine furchtbar leckeres Rezept mit Udon-Nudeln und Tofu. Das war so lecker, dass ich vielleicht doch auch bald glasige Augen bekomme, wenn ich den Grünkohl auf dem Wochenmarkt erblicke.


Ihr braucht:
600 g Grünkohl
400 g Tofu
3 Packungen (600 g) Udon-Nudeln
2 Knoblauchzehen
3 EL Sesamsamen
1 TL Sesamöl
3 EL Rapsöl
3 EL Sojasauce
2 EL Ketjap Manis
Röstzwiebeln

So gehts:
Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten, bei Seite stellen. Den Tofu würfeln und in 1 EL Öl rundherum anbraten. Mit 1 EL Sojasauce ablöschen und warm halten. Den Grünkohl waschen und von den Stielen befreien. Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.

2 EL Ol in einer großen Pfanne erhitzen, den Grünkohl und Knoblauch unter Rühren anbraten. Mit einem Schluck Wasser ablöschen und zusammen fallen lassen. Den Grünkohl mit Sojasauce, Ketjap Manis und etwas Salz abschmecken. Tofu zugeben.

Die Udon-Nudeln nach Packungsanweisung garen und unter den Grünkohl mischen. Den Sesam drüber streuen, mit Sesamöl beträufeln und mit den Röstzwiebeln garnieren.

Apfel-Rotkohl aus dem Wok mit Kartoffelreis

Dienstag, 28. Oktober 2014

Heute zeige ich euch mein absolutes Herbst/Winter-Lieblingsessen. Seit ungefähr einem Jahr steht dieses Gericht in der kalten Jahreszeit sicher einmal pro Woche auf dem Tisch. Das tolle daran: Es geht schnell, hat etwas besonderes und uns läuft jedes Mal schon das Wasser im Mund zusammen. Das erste Mal haben wir das Gericht bei Freunden gegessen, danach wurde es sofort nachgekocht. Probiert es auch aus, ich bin mir sicher, ihr werdet begeistert sein. Oder kann sich irgendwer was besseres als Rotkohl mit Apfel, Ingwer, und Chilisauce vorstellen? Ich nicht...


Ihr braucht:
250 g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
4 Nelken
1 Lorbeerblatt
3 EL Rapsöl
150 g Basmatireis
Salz, Pfeffer
1 kleiner Rotkohl
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Äpfel
Saft von 1 Limette
Sojasauce
Sweet Chili Sauce

So gehts:
Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und fein schneiden. Zuerst die Zwiebel in 1 EL Öl dünsten, dann die Kartoffeln zugeben und mitdünsten und schließlich den Reis und die Gewürze zugeben. 250 ml Wasser angießen, 1 TL Salz und Pfeffer zufügen, aufkochen und bei kleiner Hitze ohne Umrühren ausquellen lassen.
Anschließend den Rotkohl waschen und in Streifen schneiden. Ingwer schälen und klein schneiden. Äpfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und den Apfel in schmale Spalten schneiden.
1 EL Öl im Wok erhitzen, Äpfel, Rotkohl und Ingwer zugeben. Das Ganze salzen und unter Rühren ca. 10 Min. braten. Dabei ggf. noch etwas Öl zugeben.
1 EL Öl unter den fertigen Kartoffelreis ziehen. Rotkohl mit Limettensaft, Sojasauce und Sweet Chili Sauce abschmecken, zum Kartoffelreis servieren.

Quelle: abgewandelt nach "Vegetarisch genießen" - Dagmar von Cramm, Martin Kintrup, GU

Kürbis-Bohnen-Pfanne

Montag, 6. Oktober 2014

Am Wochenende haben wir mal wieder einen ausgiebigen Spaziergang über den Wochenmarkt gemacht. Ich verfalle auf dem Markt gerne in einen Kaufrausch und kaufe Gemüse für drei Großfamilien. Es ist aber auch zu verlockend, wenn die regionalen Erzeuger mit ihren wunderbarsten Produkten locken. Kürbis und grüne Bohnen schafften es heute zusammen in die Pfanne und werden sich dort noch öfter treffen.


Ihr braucht:
1 kleineren Hokkaido-Kürbis, in Stücke geschnitten
400 g grüne Bohnen, in Stücke geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
200 ml Gemüsebrühe
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 TL Garam Masala
Salz, Pfeffer
Rapsöl

So gehts:
Die Bohnen in Salzwasser bissfest garen.
In etwas Rapsöl die Zwiebeln und den Knoblauch glasig dünsten, Kürbis zugeben und ein paar Minuten mitbraten. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Kreuzkümmel und Garam Masala würzen und mit Gemüsebrühe ablöschen. Zugedeckt circa 10 Minuten leise köcheln lassen.
Den Deckel abnehmen, die Bohnen unterrühren und das Gemüse abschmecken.
Dazu passt Fladenbrot.

Veganes Sushi

Sonntag, 28. September 2014

Wenn man mich zur Zeit fragt, was mein liebstes Lieblingsessen ist, dann lautet die Antwort ganz klar: Sushi! Ich könnte Sushi täglich essen, alle zwei Wochen wird es dann zur Zeit meistens auch was. Früher hätte man mich mit Sushi jagen können, wirklich. Den Algengeschmack konnte ich gar nicht leiden, noch dazu kann ich rohen Fisch überhaupt nicht ab. Langsam aber sicher habe ich mich dann schließlich an die veganen Varianten herangetraut und war infiziert! Mein liebstes Sushi übrigens gibt es in Berlin, im Kuchi Mitte. Unglaublich gut! Hier in Gießen jedoch ist die Auswahl an Sushi-Lokalitäten sehr dürftig. Keins schmeckt mir richtig, also heißt es: Selber machen! Und mittlerweile sind wir so geübt darin, dass die örtlichen Sushianbieter sowieso nicht mehr mithalten können.


Der Reis:
Wichtigster Sushi-Bestandteil: Der Reis! Ich kaufe nur noch Sushi-Reis von Reishunger, der wird einfach am allerbesten, auch wenn er vergleichsweise teuer ist. Aber Sushi muss gut sein und guter Reis ist da das allerwichtigste. Außerdem gibt es dort so schönen Schnickschnack wie rosa Sushi-Ingwer oder Sojasauce in den kleinen Fischchen. Wenn man Sushi für Gäste macht, sind solche Kleinigkeiten schön.

Pro Person rechne ich immer 150-200 g Sushi-Reis. Wir sind aber auch sehr gute Sushi-Esser.

Den Reis in einem Sieb gründlich abspülen. Mit der 1,5fachen Menge Wasser zum Kochen bringen, 5 Minuten zugedeckt kochen und dann bei kleinster Hitze 15 Minuten garen. Den Deckel abnehmen, ein Küchentuch auflegen und den Reis 10 Minuten ausdampfen lassen.

Den Reis in eine große und möglichst flache Schale füllen und pro 100 Gramm mit ca 1,5 EL Sushi-Essig würzen. Ich nehme meistens den gekauften Essig, ihr könnt ihn aber auch selbst herstellen, wenn ihr 5 EL Reisessig mit 4 EL Zucker und 1 TL Salz erwärmt, bis sich alles aufgelöst hat. Den Essig vorsichtig unter den Reis rühren und den Reis anschließend abkühlen lassen.

Die restlichen Zutaten:
Mit dem abgekühlten Reis sind der Phantasie schließlich keine Grenzen gesetzt. Ich mag am liebsten Füllungen mit Sesam und Avocado, aber auch Gurke ist ein klarer Favorit. Mango (nicht zu reif), macht sich toll in Sushi genau wie Rote Bete! Einfach ausprobieren und kombinieren. Auf dem Foto seht ihr die Varianten: Gurke/Sesam, Avocado/Sesam, Gurke/Avocado, Mango und Mango/Gurke. Außerdem liebe ich die süßen klebrigen Tofutaschen, die gefüllt mit Reis unschlagbar sind.

Zum Rollen gebt ihr den Reis auf ein Noriblatt, legt die Zutaten darauf und rollt das Noriblatt mit Hilfe einer Bambusmatte auf. Überstehende Ränder einfach abschneiden. Anleitungen gibt es zu Genüge im Internet.

Zum Sushi gehört ganz klar guter eingelegter Ingwer, Sojasauce und Wasabi. Ich rühre das Wasabi immer selbst mit Pulver an - das fertige aus Tuben schmeckt mir nicht so sehr.

Wie schmeckt euch euer Sushi am besten? Habt ihr noch Ideen für Füllungen? Macht ihr Sushi auch gerne selbst, oder esst ihr es eher auswärts?

Spätzle-Pfanne mit Spitzkohl und Räuchertofu

Samstag, 20. September 2014

Manchmal muss es deftig sein. Ich verbinde deftig gerne mit Spätzle, denn schon als Kind war ich großer Spätzle-Fan. Die Variante mit Käse ist mir aber in der Regel deutlich zu schwer, egal ob mit richtigem Käse oder Wilmersburger-Ersatz. Deswegen machen wir gerne Spätzle-Gemüse-Pfannen und verzichten auf den Käse. Vegane Spätzle herzustellen ist super einfach und gelingsicher! Mit Kohl und Räuchertofu stellt sich auch die gewünschte Deftigkeit ein.


Für die Spätzle:
500 g Mehl
500 ml Wasser
2 EL Sojamehl
1 TL Salz

Alle Zutaten miteinander verrühren, bis der Teig Blasen schlägt. In einem großen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Spätzle mit Hilfe eines Spätzlebretts portionsweise ins Wasser schaben. Kochen bis sie nach oben schwimmen und mit einem Schaumlöffel abschöpfen. Abschrecken und abkühlen lassen.

Für den Rest:
1 kleiner Spitzkohl
1 Zucchini
200 g Stangenbohnen
200 g Räuchertofu
1 Zwiebel
1 EL Kümmel
1 TL (geräuchertes) Paprikapulver
Salz/Pfeffer
Pflanzenöl

Den Spitzkohl halbieren, Strunk entfernen und in schmale Streifen schneiden. Die Zucchini in Stifte schneiden. Zwiebel hacken, Räuchertofu in feine Würfel schneiden. Die Bohnen in Stücke schneiden und gerade bissfest  blanchieren.

Pflanzenöl in einer großen Pfanne erhitzen, den Spitzkohl zusammen mit der Zwiebel und dem Räuchertofu circa 10 Minuten anbraten. Zucchini zugeben und 3 Minuten mitbraten, dann auch die Bohnen zufügen und nochmal circa 2 Minuten mitbraten. Das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.

Die Spätzle separat anbraten und unter das Gemüse heben.

Vitamix Pro 500 - Schön, dass du da bist!

Freitag, 2. Mai 2014

Ich habe es getan. In unserer Küche steht ein Vitamix und ja, ich habe ihn mir schon lange, lange gewünscht. Die Seite von Keimling habe ich oft besucht, mir alle Gerätedetails angesehen, das Gerät in den Warenkorb gelegt, wieder herausgenommen, wieder reingelegt, und so weiter. Bis eines Tages die nette Anfrage von Keimling kam, ob ich den Vitamix Pro 500 nicht unverbindlich für zwei Monate testen möchte. Das war die Gelegenheit, mein Warenkorb-Problem aufzuarbeiten und den Vitamix einmal auf Herz und Nieren zu testen:

Will ich ihn nur haben, oder kann ich ihn auch gebrauchen?

Ein paar Tage später war es dann da, das neue Super-Gerät in unserer Küche. Ausgepackt, aufgebaut, sieht trotz stolzer Größe hübsch aus und passt auch unter die Arbeitsplatte. Der Vitamix Pro 500 besticht mit 7 Jahren Garantie und unterscheidet sich durch drei Automatikprogramme und die Pulse-Taste vom Vitamix TNC 5200. Als Hochleistungsmixer mit 2 PS soll er nun also in unserer veganen Küche zeigen, was er drauf hat. Meine Erwartungen waren hoch, sehr hoch. Ich muss schon ziemlich überzeugt sein, um mir ein Gerät in dieser Preisklasse zuzulegen: Der Vitamix Pro 500 kostet bei Keimling 749,- Euro. Und selbst dann, wenn mich die Qualität überzeugt, bleibt die Frage: Benutze ich das Gerät auch regelmäßig? So habe ich den Vitamix in den letzten zwei Monaten auf Herz und Nieren getestet und teile sehr gerne meine Erfahrungen.

Der Einstieg: grüne Smoothies

 
Ja, ich mag grüne Smoothies grundsätzlich gerne. Unser alter Mixer hat bisher auch alles klein bekommen, natürlich. Aber es waren immer noch Fasern im Smoothie, zum Beispiel vom Ingwer. Smoothies mit Spinat hatten immer etwas ganz komisch pelziges - zufrieden war ich nicht. Anders der Vitamix, das war sofort klar: Mein Lieblingssmoothie mit Spinat, Gurke, Banane und Kokoswasser war nach der Betäigung der Smoothie-Taste und weiteren 45 Sekunden so cremig, dass ich es nicht fassen konnte. Schon war klar, ich will den Vitamix behalten, ich will weiterhin so gute Smoothies haben. Aber: 749,- Euro für grüne Smoothies?

Eis, ich will auch Eis


Mit seinem Automatik-Programm für Eis verspricht der Vitamix Pro 500 innerhalb von 60 Sekunden Eiskreationen und Sorbets wie vom Italiener zu zaubern. Stimmt. Ein wesentlicher Unterschied: Auf die Zuckerbomben kann man ab sofort getrost verzichten. Im Schüsselchen befindet sich himmlisches Erdbeereis, cremig gemacht durch etwas Mandelmus, verfeinert mit Vanillepulver. Zucker? Brauche ich nicht. Ab diesem Zeitpunkt war klar: der Sommer ist gerettet. Wir lieben das Eis, das der Vitamix uns zaubert und haben nun immer tiefgefrorenes Obst in der Kühltruhe.

Die Herausforderung: Mandelbutter

 
Ist es denn zu glauben? Die Geschwindigkeit, in der sich 400 Gramm Mandeln in weiche Mandelbutter verwandelt haben, hat mich wirklich fasziniert. Ich bin noch nicht dazu gekommen, auch Mandelmus auszuprobieren. Aber die Mandelbutter wandert bei uns sehr gerne unter Marmelade aufs Brot.

Der Alltagstest: Nutzen wir ihn?


Wichtig war mir bei der Entscheidung für oder gegen einen Vitamix vor allem eins: Benutzen wir das Gerät so, dass sich der Kauf lohnt. Und an dieser Stelle kann ich ein ganz klares "JA" vermelden. Nicht nur für Smoothies und Eis ist der Vitamix regelmäßig im Einsatz, auch Pestos und Saucen zaubert er in einer Geschwindigkeit und Feinheit, dass wir sehr überzeugt sind. 


Wir haben den Vitamix regelmäßig benutzt und schätzen gelernt. Und zum Schluss kann ich verkünden: Er wird bei uns bleiben. War ich mir zu Beginn sehr unsicher, haben wir den Vitamix doch in einer Häufigkeit verwendet, die den Preis rechtfertigt. Von den tollen Ergebnissen mal ganz abgesehen, denn was der Vitamix leistet ist wirklich beeindruckend. Hier ist schnell zu spüren, dass es sich um ein Profi-Gerät handelt und er mit normalen Standmixern nicht zu vergleichen ist. Mein neues Lieblingsgerät neben der Kaffeemaschine heißt also Vitamix und er bereichert unsere Küche sehr. Wir haben ihn gekauft und sind sehr froh darüber.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Keimling, dass mir der Vitamix Pro 500 bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt wurde!

Frankfurter grüne Soße zu Spargel

Nach dem grüne Soße Pesto neulich, wollte ich auch unbedingt nocheinmal die klassische Frankfurter grüne Soße in der veganen Variante machen. Für mich ist grüne Soße das absolute Frühlingsessen - ich liebe es, wenn der Duft der frischen Kräuter die ganze Küche einhüllt. Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch sind in der Kombination einfach super. Und der Gemüsegärtner in unserer Stadt verkauft auf dem Wochenmarkt die besten Kräuter, die ich je gesehen habe. Zur grünen Sauce gehören für mich Kartoffeln und, ganz klar: Spargel. Weil ich ihn so ganz pur gekocht nicht ganz so gerne mag, habe ich den Spargel zur grünen Soße gebraten. Und das hat so gut geschmeckt!


Ihr braucht...
...für die grüne Soße:
1 Packung frische Kräuter für grüne Soße
400 g Sojajoghurt (ich nehme den von Sojade)
1 TL Senf
1 EL Öl 
Salz und Pfeffer

...für den Spargel:
500 g Spargel
2 EL Rapsöl
1 EL Alsan
etwas Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Für die grüne Soße die Kräuter abwaschen und trocken schleudern. Anschließend mit den restlichen Zutaten in den Mixer geben und durchmixen, bis die Sauce sich grün färbt und die Kräuter püriert sind. Das Öl ist nicht unbedingt notwendig, macht die Sauce aber ein wenig cremiger.

Den Spargel schälen und in Stücke schneiden. Eine Pfanne erhitzen, Rapsöl und Spargel zugeben und so lange braten, bis der Spargel gar ist, aber noch Biss hat. Das dauert circa 10 Minuten. Alsan zugeben, mit Salz und Peffer würzen und mit Zitronensaft beträufeln. Den Spargel auf der ausgeschalteten Herdplatte noch kurz stehen und ziehen lassen.

Dazu schmecken neue Kartoffeln!

Gegrillter Spargel - so einfach, so gut.

Dienstag, 22. April 2014

Hallo Alltag, schön, dass du wieder da bist. Unser Ostern ist mir eine Spur zu reichhaltig ausgefallen und so gab es heute erstmal Gemüseküche. Ohne Brot. Ohne Nudeln. Ohne Reis. Ohne Kartoffel. Dafür mit Spargel und viel Salat.


Den gegrillten grünen Spargel gibt es bei uns im Frühling sehr oft. Erstens ist er denkbar einfach zuzubereiten und zweitens unvergleichlich lecker. Der Spargel schmeckt als Beilage, als Vorspeise oder einfach zum Salat.

Ihr braucht für zwei:
500 g grünen Spargel
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer
etwas Olivenöl

Den Spargel waschen und gut abtrocknen. Eine Grillpfanne auf dem Herd schon einmal gut heiß werden lassen. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden, eventuell im unteren Drittel schälen.

Die Spargelstangen in die heiße Grillpfanne legen. Von beiden Seiten 5-8 Minuten grillen, bis der Spargel gar ist und leicht verkohlte Stellen bekommt. Durch das Grillen erhält der Spargel ein wunderbar nussiges Aroma.

Aus Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Vinaigrette herstellen. Den Spargel damit beträufeln. Lecker!

Pizza: Wer braucht denn bitte Käse?

Freitag, 18. April 2014

Zwei Jahre nun haben wir so einigen Käseersatz auf unseren Pizzen ausprobiert. Ganz zu schweigen von veganen Thunfisch-Imitaten und anderen Eskapaden. Was uns geritten hat, weiß ich im Nachhinein auch nicht mehr. Ich bin kein Fan von veganen Ersatzprodukten, das habe ich schon oft geschrieben und vor allem in den letzten Monaten auch sehr konsequent umgesetzt. Ich finde zwar nicht, dass die auf dem Markt angebotenen Ersatzprodukte schlecht schmecken. Es gab auch Phasen, in denen wir viel veganen Scheibenkäse und Aufschnitt konsumiert haben und alles mögliche neue ausprobieren mussten. Trotzdem finde ich es überflüssig und noch dazu wissen wir nicht nur seit der skandalösen Aufdeckung, dass auch Veganes ungesund sein kann (WAS!?), dass diese künstlichen Produkte nicht sein müssen.

Nur auf unsere Pizza haben wir Käseersatz geschmissen, was das Zeug hält. Warum haben wir das weiterhin gemacht? Weil wir Pizza sowieso irgendwie mit diesem fettigen "Friss mich und fühl dich schlecht danach"-Ding verbunden haben. Weil die Pizza hierzulande eher Kater-Essen als Soulfood ist. Seit wir Pizza jedoch ohne Käseersatz machen, ist sie zu einem meiner absoluten Lieblingsgerichte geworden. Das "Roll mich einer aufs Sofa"-Gefühl bleibt aus, versprochen.


Ihr braucht für ein Blech:
Teig:
400 g Mehl
ca 200 ml Wasser
1/3 Würfel frische Hefe
etwas Salz
2 EL Olivenöl

Belag:
250 g Tomatenpassata
Salz, Pfeffer
200 g Champignons
schwarze Oliven
8 dünne Scheiben Räuchertofu
1 großes Bund Rucola
etwas Pesto (nach Belieben)
etwas Olivenöl zum Beträufeln

Zuerst wird der Teig gemacht, das kennt ihr ja. Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Abdecken und an einem warmen Ort ca 45 Minuten gehen lassen.

Inzwischen die Tomatenpassata mit Salz und Pfeffer würzen. Champignons in Scheiben schneiden, Rucola waschen und trocken schleudern.

Den Teig noch einmal durchkneten. Ein Backblech mit Olivenöl einfetten, den Teig darauf ausrollen. Backofen auf 250 Grad vorheizen und den Teig auf dem Backblech während des Vorheizens noch einmal gehen lassen.

Tomatenpassata auf den Teig streichen. Mit Champignons, Räuchertofu und Oliven belegen. Nach Belieben noch mit ein paar Klecksen Pesto (das vegane von Rapunzel ist toll) verfeinern.

Die Pizza in den Ofen schieben und ca 15 Minuten (je nach Ofen) backen. Den Rucola auf die fertige Pizza geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und fertig ist die beste "Käse braucht kein Mensch"-Pizza.

Spargel-Pasta mit Grüne Soße-Pesto

Mittwoch, 16. April 2014

"Ich will mal wieder grüne Soße essen", sprach die Frau. "Ach, langweilig", sprach der Mann. Herausforderung angenommen und wie wir den Klassiker Spargel, Kartoffel und grüne Soße neu interpretiert haben, kann sich wirklich sehen lassen. Wirklich. Wir werden das jetzt ständig essen. Die klassische grüne Soße wird es trotzdem bald mal wieder geben, unser veganes Rezept werde ich dann veröffentlichen.


Wer, so wie ich, grüne Soße liebt, wird begeistert sein. Wer das Klassische nicht so mag, wird auch begeistert sein. Wer dazu ein großer Fan von Pasta alla Genovese ist, wird diese Frühlingsversion lieben.

Ihr braucht für vier:
400 g Bandnudeln
400 g Spargel
2 große Kartoffeln
1 Packung grüne Soße-Kräuter
1 Handvoll Sonnenblumenkerne
1/2 Knoblauchzehe
Saft von 1/2 Zitrone
4 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer

So gehts:
Die Kräuter waschen, trocken schütteln und von den Stielen zupfen. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Beides zusammen mit Knoblauch, Zitronensaft und Öl zu einem Pesto verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ich mag Pesto nicht gerne sehr ölig, wer darauf steht, gibt einfach mehr Öl dazu.

Den Spargel schälen und in Stücke schneiden, Kartoffeln schälen und in Würfelchen schneiden.

Wasser im Topf zum Kochen bringen, salzen und die Bandnudeln einrühren. Ich hatte idealerweise Bandnudeln mit einer Kochzeit von 8 Minuten, in diesem Fall Kartoffeln und Spargel direkt mit in den Topf geben. Bei einer längeren oder kürzeren Garzeit der Nudeln die Reihenfolge im Topf entsprechend anpassen.

10 EL vom Kochwasser auffangen und alles abgießen. Das Pesto mit dem Kochwasser glatt rühren und unter die Spargel-Nudeln mischen. Guten Appetit!


Vegan Wednesday No 80

Freitag, 7. März 2014


Hallo hallo, hier bin auch ich mal wieder und präsentiere euch das Mittwochs-Essen aus dem Hause Tofuliebe.

Frühstück


Hm, lecker. Ich habe das Vegan For Fit Buch mal von seinem Dasein als Staubfänger befreit und koche zur Zeit sehr gerne daraus. Das ein oder andere wandele ich zwar ab, aber in den Grundzügen gefallen mir die Rezepte ausgesprochen gut. Und das, obwohl ich, vorsichtig ausgedrückt, kein besonders großer Hildmann-Fan bin. Es gab also Amaranth-Joghurt-Pops mit Himbeeren und Mango.

Mittagspause


Quinoa-Salat mit Kichererbsen, Gurke und Tomaten. War eigentlich in einer Dose fürs Büro verstaut, wurde dann aber doch im Homeoffice gegessen, weil sich Termine verschoben haben und ich die Hauptarbeit in den späten Nachmittag legen musste. So oder so ist es jedenfalls eine prima Mahlzeit zum Mitnehmen.

Abendessen


Pastinaken-Risotto. Sehr lecker, sehr sehr lecker.

Fazit: 
Das wars auch schon. Ich verzichte gerade auf Weißmehl und Zucker, da bleibt das Foto vom üblichen Keks oder der Schokolade weg. Das klappt bisher sehr gut - mal sehen, was die nächsten Wochen so bringen! 



Gemüse-Brot-Suppe

Dienstag, 25. Februar 2014

Diese Suppe ist wahres Soulfood. Wärmt, sättigt, fühlt sich gut an im Bauch. Sehr zu empfehlen für kalte Tage oder akute Eintopf-Suppen-Lust.


Was ihr dafür braucht:

1 Zwiebel
1 Fenchelknolle
2 Karotten
4 Stangen Staudensellerie
1 EL Tomatenmark
2 EL Weißweinessig
1 große Dose Tomaten
500 - 700 ml Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter
1 EL Zucker
1 EL Kräuter der Provence
1 Dose Kichererbsen
200 g Bauernbrot
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
grünes Pesto

So gehts:

Die Zwiebel schälen, halbieren und in Streifen schneiden. Die Fenchelknolle vierteln, vom Strunk befreien und ebenfalls in Streifen schneiden. Staudensellerie in Scheiben schneiden, die Karotten schälen und auch in Scheiben schneiden. Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Fenchel und Zwiebel in 3 EL Olivenöl anbraten, danach Karotten und Staudensellerie zugeben und ebenfalls mitbraten. Tomatenmark zugeben, mitrösten. Mit Weißweinessig ablöschen und die Flüssigkeit verdampfen lassen. Dann die Tomaten, Gemüsebrühe, Gewürze und Zucker zugeben. Alles mit geschlossenem Deckel circa 20-30 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit das Brot in kleine Stücke rupfen, mit 2 EL Olivenöl und etwas Meersalz mischen und auf einem Backblech 10-15 Minuten im Ofen knusprig backen.

Zum Schluss die Kichererbsen in die Suppe geben und heiß werden lassen. Alles kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann das geröstete Brot unterrühren. Mit einem Klecks Pesto auf Tellern servieren.

Quelle: Rezept abgewandelt aus "Genussvoll vegetarisch" - Yotam Ottolenghi




Violife Creamy - für mehr Geschmeidigkeit auf dem Brot

Sonntag, 23. Februar 2014

Neulich fragte mich mal wieder das Veganic-Team an, ob ich Interesse an den neuen Violife Produkten hätte. Es gibt seit einer Weile nämlich nicht nur den Violife-Scheibenkäse, sondern auch Violife Creamy, einen veganen Streichkäse.


Ich bin ja grundsätzlich nicht abgeneigt, mich durch neue vegane Produkte zu Testen, ob nun privat oder als Testprodukt. Viele der neuen Dinge begeistern mich, ich finde es noch immer faszinierend, was auf dem veganen Markt so passiert.

Den Violife Creamy habe ich aus folgendem Grund auf diversen meiner Brote hoch und runter probiert: Richtig guten veganen Streichkäseersatz zu finden ist gar nicht so leicht. Also war ich sehr gespannt zu probieren, was Violife hier neues auf den Markt geworfen hat.

Ich muss gestehen, ich bin nicht mehr fähig zu beurteilen, ob irgendein Produkt "schmeckt wie echter Käse". Ich finde diesen Maßstab sowieso nicht so ganz sinnvoll - es ist ja nunmal alles kein echter Käse, oder echte Wurst! Bisher kommt auf unsere Brötchen, auf unser Pausenbrot oder auf unser Abendbrot relativ wenig Käse- oder Wurstersatz. Wir greifen eher zu pflanzlichen Brotaufstrichen, definitiv aber auch aus Mangel an Alternativen. Mit veganem Scheibenkäse habe ich mich mittlerweile angefreundet, veganer Streichkäse ist bei uns im Kühlschrank allerdings bisher nur sehr selten gesichtet worden.

Nun also durfte sich der Violife Creamy auf Brot und Brötchen gesellen - das gefiel ihm und uns außerordentlich gut. Auf diesem Beweisfoto seht ihr die Sorte "Tomato&Basil" - im Übrigen mein Favorit!


Streichen lässt sich der Käse gut, erinnert mich von der Konsistenz eher an Schmelzkäse als an Frischkäse. Neben "Tomato&Basil" ist mein Zweitfavorit "Hot Peppers" - unfassbar gut, obwohl ich eigentlich kein Chilifreund bin. Ich war aber zu unveganen Zeiten ein großer Freund von Chili Cheese Nuggets, absolute Schweinerei, ich weiß. Die Sorte "Hot Peppers" erinnert mich sehr daran, ah, ich könnte mich reinsetzen. Und das ganz ohne frittieren!

Nicht so gut geschmeckt hat uns die Sorte "Herbs". Als Zutat ist Kartoffelbrei enthalten und an dem habe ich mich irgendwie sehr gestört. Der Mann hat das Döschen dann trotzdem aufgegessen, ich hatte immer das Gefühl Kartoffelbrei mit Kräutern auf dem Brot zu haben - nicht so gut.

Die beiden anderen Sorten "Cucumber&Dill" sowie "Original" haben uns ebenfalls überzeugt und unser Brot im Vergleich zum Alltag wirklich aufgepeppt. Kostenpunkt für eine Packung: 2,49 Euro für 200 g. Preislich absolut in Ordnung, wie ich finde.

Fazit:
Der Violife Creamy wird bei uns wohl auch in Zukunft mal wieder in den Kühlschrank einziehen dürfen. Insbesondere die Sorten "Tomato&Basil" und "Hot Peppers" haben es mir angetan. Wer auf der Suche nach etwas Abwechslung auf dem Brot ist, der ist mit den Violife Creamy - Sorten gut beraten. Zu beziehen sind die Produkte über den Veganic-Onlineshop! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die zur Verfügung gestellten Produkte!

Rezension: Vegane Backträume von Brigitte Bach

Sonntag, 9. Februar 2014

Neulich durfte ein neues Backbuch bei mir einziehen, das ich mir ausnahmsweise einmal nicht selbst gekauft habe. In den letzten Wochen fehlte mir die Zeit nach Neuerscheinungen unter den veganen Kochbüchern zu suchen, und so wäre das wundervolle Backbuch "Vegane Backträume" von Brigitte Bach, erschienen im Löwenzahn Verlag, beinahe an mir vorbeigegangen. So ist es wirklich ein Glück, dass ich das Buch vom Verlag für eine Rezension zur Verfügung gestellt bekam.


Noch ganz gut gesättigt von den Weihnachtsplätzchen, wusste ich erstmal nicht, ob ich wirklich viel Elan zum Ausprobieren haben werde. Aber schon beim ersten Durchblättern des Buches war eins klar: Nachbacken werde ich und ich werde das bald tun. Das Buch ist wunderschön gestaltet, mir gefallen die Farben, die Schriftarten und die Bilder sehr. Ich besitze einige vegane Backbücher, die ich auch gerne mal durchblätter, aber ich backe recht selten daraus. Aus dem Buch "Vegane Backträume" habe ich bisher drei Rezepte ausprobiert, und das werden sicherlich nicht die letzten sein.

Inhalt
Gut gefallen hat mir der Einführungsteil, der in Kombination mit den Rezepten sehr authentisch wirkt. Ich mag den Abschnitt zu "Vegan und alles ist gut?" und den Aufruf zu einem bewussten Umgang mit Zutaten. Es gibt außerdem einen ausführlichen Teil zur Frage, wie veganes Backen gelingt und welche tierischen Produkte wie ersetzt werden können. Insbesondere die Ei-Ersatz-Tabelle ist sehr hilfreich.

Kommen wir nun aber zum Wesentlichen: die Rezepte! Von kleinen Tartelettes, Cupcakes, Muffins, über Törtchen, Torten, Kuchen und Keksen bis hin zu Brötchen-Rezepten ist alles enthalten, was das vegane Backherz so höher schlagen lässt. Ich wusste sofort was ich zuerst ausprobieren werde:

Mohn-Marillen-Kränzchen


Was für eine gute Idee, Hefegebäck in einem Muffinblech zu backen! Man erhält so wunderbare Portionsgrößen und vor allem eine richtig hübsche Form! Die Mohn-Marillen-Kränzchen haben wir zu dritt an einem Tag aufgegessen, Abendessen konnte ausfallen. So lecker waren sie. Der Hefeteig war perfekt gelungen, das Kränzchen sehr fein und nicht zu süß. Für unsere Tochter habe ich zwei Stück ohne Mohn, dafür mit Zimt und Zucker gemacht und auch diese sind sehr gut gelungen. Ich werde Hefegebäck ab sofort öfter im Muffinblech backen, das ist eine prima Idee!


Das Wochenende drauf habe ich mich dann an ein Keks-Rezept gemacht - und konnte mich zuerst nicht entscheiden. Letztendlich wurden es die Glückskekse, aber ich werde auch die anderen Sorten noch nachbacken. Insbesondere die Zitronen-Pistazien-Cookies, aber auch die Doppel-Nuss-Doppel-Schoko-Cookies (was ein Name!) haben es mir angetan.

Felizias Glückskekse


Diese Kekse sind der Knaller. Schon eine Weile habe ich nach einem Rezept für etwas "Süßes zwischendurch" gesucht, aber eben eher mit dem Charakter "kleiner Energiespender, der nebenbei Heißhunger beseitigt". Diese Glückskekse haben ihren Namen wirklich verdient und werden fester Bestandteil meiner Keksdose werden. Erstens sind sie richtig schnell zusammengeknetet, zweitens absolut gelingsicher, drittens vereinen sie genau diese Anforderung: nicht zu süß, nicht zu ungesund und trotzdem eine Nascherei. Nach dem ersten Begeisterungssturm habe ich das Rezept am Tag drauf noch einmal gebacken und eine Dose ins Büro gestellt. Auch meine Kollegen waren begeistert und die Dose schneller leer, als ich gucken konnte. Zu Hause nehmen wir uns jedoch wirklich nur maximal einen Keks am Tag. Wenn ich diese Kekse hier habe, habe ich kein Verlangen nach anderem Süßkram und habe außerdem einen gute Zwischenmahlzeit parat. Auch meine Tochter hat den "gesunden" Geschmack akzeptiert und mag die Kekse. Vollkornmehl, Kokos, Sesam, Mandeln und die verschiedenen Gewürze wie Ingwer, Muskat, Kardomom und Peffer sind eine herrliche Kombination.

Kirsch-Walnuss-Streuselkuchen


Dieses Wochenende hat es dann der Kirsch-Walnuss-Streuselkuchen in unseren Backofen geschafft. Ich habe den Kuchen wohl leider etwas zu spät aus dem Ofen geholt und das Süßlupinenmehl außerdem durch Buchweizenmehl ersetzt. Süßlupinenmehl wollte ich nicht kaufen, ich habe den starken Verdacht, dass das nicht günstig sein wird und sowas haben wir auch nicht standardmäßig zu Hause. Vermutlich wäre es dann im Vorratsschrank stehen geblieben, also habe ich ein bisschen Buchweizenmehl beigemischt. Ich mag den nussigen Geschmack und konnte ihn mir in dem Rezept gut vorstellen, wohlwissend, dass das nicht unbedingt die besten Auswirkungen auf die Backeigenschaft haben wird. Das Ergebnis ist eher ein großer Cookie, denn der Teig ist wirklich sehr hart geworden. Geschmacklich tut das dem Kuchen allerdings keinen Abbruch, das erste probierte Eck hat gut geschmeckt und heute Nachmittag wird der Kuchen sein Können noch beim Familienkaffee unter Beweis stellen.

Fazit
Das Buch "Vegane Backträume "von Brigitte Bach ist ab sofort eins meiner Lieblings-Backbücher. Ich mag das Layout, ich mag die Rezepte, insbesondere gefällt mir, dass die ausprobierten Backwaren alle nicht so sehr süß sind.  Die Glückskekse werden eine Dauer-Favorit bei uns sein. Es gibt eine Menge Rezepte, die ich mir zum Nachbacken markiert habe und ich freue mich schon sehr auf die nächsten Anlässe dazu. Insgesamt ist es ein Buch, das ich für den Preis von 17,95 Euro auf jeden Fall auch selbst kaufen würde. Mein Daumen geht klar nach oben, insbesondere weil hier wirklich einmal einige Rezepte enthalten sind, die ich so noch nicht gesehen habe. Die beworbenen Klassiker konnte ich so allerdings nicht entdecken - ich finde das zwar positiv, wunderte mich allerdings doch zunächst über die Beschreibung. Vielleicht handelt es sich jedoch um österreichische Klassiker, die ich einfach nicht als Klassiker identifiziert habe.

Die Autorin
Wer mehr über die Autorin Brigitte Bach und ihre veganen Backkünste erfahren will, dem empfehle ich ihren Backblock: www.bbbakery.at


Udon-Nudeln mit Gemüse und Tofu

Sonntag, 12. Januar 2014

Ich befinde mich gerade in einem sehr erholsamen Wochenende. Nachdem die letzte Woche mich einige Nerven gekostet hat, habe ich kurzerhand Mann und Kind zu den Großeltern verfrachtet und mir ein Wochenende bereitet, wie ich es jahrelang nicht mehr hatte: Ausschlafen, vor dem Fernseher frühstücken, so lange baden bis das Wasser zu kalt wird, um 17 Uhr die Schlafanzughose anziehen und mit Wärmflasche auf dem Sofa lesen - perfekt! Nur ganz kurz musste ich mich entscheiden zwischen "Lieferservice" und "Kochen", und habe mich nach einem Wochenmarktbesuch für das Kochen entschieden. Ich erwähnte es ja schon, die grünen Smoothies (oder irgendetwas anderes) sorgen dafür, dass sämtliche Gelüste auf Fettiges oder Süßes verschwinden. So habe ich mich auf dem Wochenmarkt mit einer großen Tüte Spinat versorgt, der teilweise in den grünen Smoothies verschwindet, zum anderen Teil aber eine große Rolle in meinem leckeren Abendessen gespielt hat.


Ich steh gerade total auf die dicken Udon-Nudeln - sehr lustiges Mundgefühl! Neulich habe ich sie in Frankfurt im MoschMosch das erste Mal gegessen und war direkt verliebt. Meine Variante ging so:

200 g Wurzelspinat waschen und von den dicken Stielen befreien. Eine Karotte in dünne Scheiben schneiden, drei Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. 100 g Champignons in dünne Scheiben schneiden. 200 g Natur-Tofu würfeln. Ein Stück Ingwer fein hacken.

2 EL Mirin, 2 EL Wasser, 3 EL Sojasauce, 1 EL Sesamöl und 1 TL Wasabipaste zu einer Würzsauce verrühren.

Im Wok etwas Öl erhitzen, zuerst die Karotten mit dem Ingwer, dann die Champignons und Frühlingszwiebeln unter Rühren anbraten. Anschließend 200 g Udon-Nudeln (die dicken müssen nicht vorgegart werden) in die Pfanne geben und unterrühren, den Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Tofu mit der Würzmischung in den Wok geben und alles unter Rühren einmal aufkochen lassen.

Süßkartoffel-, Pastinaken-, Karotten-, Mangold-, Kichererbsen-Pfanne (mehr Gemüse geht kaum)

Donnerstag, 9. Januar 2014

Ha, ich weiß auch nicht, was uns gepackt hat. Das Jahr 2014 scheint unter einem "healthy"-Stern zu stehen. Okay, es hat gerade erst angefangen. Aber es war kein guter Vorsatz, es kam so über uns, dass wir auf einmal "ach, das ist mir zu ungesund" sagen und statt dem Heißhunger auf Schokolade ein großes Verlangen nach Gemüse mit Gemüse und Gemüse haben. Eine sehr positive Entwicklung, wie ich finde. Fast wie von Zauberhand ist das gekommen - oder sind doch die grünen Smoothies schuld? Nicht, dass unsere Ernährung vorher von großartigen Desastern geprägt war. Aber es war doch ein wenig zucker- und kohlenhydratlastig, das muss man zugeben. Heute jedenfalls gaben die Kühlschrank-Reste eine wunderbare Gemüsepfanne her! Macht das nach!


Und so gehts:

Zwei kleine Süßkartoffeln, zwei kleine Pastinaken und zwei kleine Karotten in Würfel schneiden. 2 Knoblauchzehen schälen und andrücken. Von 500 g Mangold die Stiele abschneiden und in Stücke schneiden, die Blätter grob in Streifen schneiden.

Mangoldstiele in kochendem Wasser drei Minuten kochen, nach zwei Minuten die Blätter zugeben und zusammenfallen lassen. Abschütten und kalt abschrecken.

Süßkartoffeln, Pastinaken und Karotten mit einem TL Kümmel und den Knoblauchzehen in etwas Olivenöl anbraten, bis das Gemüse knapp gar ist und noch Biss hat. Dann Mangold und eine Dose gegarte Kichererbsen zugeben, zwei Minuten mitbraten. Alles mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Sehr gut dazu passt ein Topping aus Sojajoghurt mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer verrührt.

Vegan Wednesday No 72

Mittwoch, 8. Januar 2014


So, hier ist er der erste Vegan Wednesday-Post von Tofuliebe im neuen Jahr! Heute war ein Homeoffice-Tag und das kommt dem Vegan Wednesday bei mir immer sehr zu Gute:

Frühstück


Ich habs ja lange als komischen Hype abgetan, aber jetzt haben die grünen Smoothies auch mich gepackt! Sehr lecker, und sehr zu empfehlen hier in der Version mit Birne, Kiwi, Gurke, Staudensellerie und einigen Salatblättern.

Mittagessen


Sehr gute Sache: Homeoffice und der Mann kocht. Es gab Steckrüben-Wedges mit Spinatjoghurt. Lecker.

Nachtisch


Espresso und ein Stück vom Vego-Riegel. Hmmmmm.

Abendessen


Brot mit Aufstrich und ein bunter Salat. Und damit endet dieser Tag für mich nun auf dem Sofa - ich trauer noch immer meinem Urlaub hinterher und bin noch nicht so ganz im Alltag angekommen.

Wintergemüse: Steckrüben-Wedges mit Spinatjoghurt

Nach deutlich zu vielen Steckrübensuppen im letzten Winter, stehen die gute Steckrübe und ich uns diesen Winter nicht ganz so wohlgesonnen gegenüber. Nichtsdestotrotz fliegt sie nicht jede Woche aus unserer Abokiste raus, schätze ich sie doch (eigentlich) schon als gutes und günstiges saisonales Wintergemüse. Aber neue Zubereitungsarten müssen her, und da es bei uns heute wieder Steckrüben-Wedges geben wird, teile ich heute endlich noch den Link zu dem Rezept aus dem Buch "Herbst,Winter,Gemüse!" von GU. Sowohl Buch als auch Rezept sind sehr zu empfehlen.


Das Rezept findet ihr hier (klick). Für den Joghurt nehmt ihr natürlich Sojajoghurt und schon ist das Rezept vegan. Dazu passt noch ein schöner Feldsalat. Im Wedges-Gewand schmecken die Steckrüben wunderbar und ich erhole mich langsam aber sicher vom Steckrübensuppen-Koller. Viel Spaß beim Nachkochen!

Asiapfanne mit Udonnudeln

Samstag, 4. Januar 2014

Hallo 2014, hallo Januar, hallo oh du schöne Nach-Weihnachtszeit. So gerne ich kurzzeitig das weihnachtliche Kitschgefühl habe, ich bin immer sehr sehr glücklich am 1. Januar den Weihnachtsbaum abzuschmücken und rauszuwerfen und generell alles weihnachtliche verschwinden zu lassen - so als wäre nichts gewesen. Mich erdrückt das viele Rumsitzen und "Was essen wir wann"-Gerede sehr schnell. Auch die Weihnachtsplätzchen schmecken mir nur sehr kurz, dann sind sie mir schon wieder über. Daher gab es dieses Jahr keinen richtigen Dezember-Post von mir, ich habe erstens viel zu viel gearbeitet und zweitens kam mir jedes Essen zu viel vor, so dass ich es nicht fotografieren mochte.

In den Januar bin ich jedoch mit viel frischer Energie gestartet, die grünen Smoothies haben auch mich erobert und ich habe generell einen starken Drang nach Rohkost. Neben Rohkost bin ich zur Zeit großer Fan der asiatischen Küche - nachdem ich viele Jahre eine starke Vorliebe für die mediterrane Küche hatte, ist es nun also alles mit Asiahauch: insbesondere für Ingwer habe ich gerade eine große Schwäche.


Meine Lieblings-Asiapfanne geht so:

200 g grüne Bohnen und einen kleinen Brokkoli klein schneiden und blanchieren. Eine rote Chilischote hacken, ein daumengroßes Stück Ingwer hacken und eine Knoblauchzehe in Scheiben schneiden. Eine große Karotte schälen und in Stifte schneiden. Eine Zucchini ebenfalls in Stifte schneiden. Eine rote Zwiebel in Streifen schneiden. Ein paar vegane Rinderfilet-Stücke einweichen, gut abtropfen lassen und mit etwas Sojasauce marinieren. 300 g Udonnudeln nach Packungsanweisung garen.

In einem Wok in etwas Öl die Rinderfiletstücke anbraten und beiseite stellen. Zwiebel, Karotten- und Zucchinistifte in 2 EL Öl etwa vier Minuten anbraten. Dann Ingwer, Knoblauch und Chili zugeben und zwei Minuten mitbraten. Bohnen und Brokkoli zufügen und weitere zwei Minuten braten. Rinderfiletstreifen wieder in die Pfanne geben und alles mit Sojasauce und ein paar Spritzern Limettensaft abschmecken. Die Nudeln unterheben.


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